Untergimpern. Wenn die neun Ehrenamtspreisträger aus dem Bereich des Badischen Fußball-Verbandes am Wochenende des 7. bis 9. Mai auf Einladung des BFV in der Sportschule Schöneck bei Karlsruhe weilen, dann ist auch Simone Eberling von der SG Untergimpern mit dabei. Seit 1997 verleiht der Deutsche Fußball-Bund in Zusammenarbeit mit seinen 21 Landeverbänden diese Auszeichnung. Im Mai erfolgt noch eine offizielle DFB-Feierstunde im Rahmen eines Länderspiels der A-Nationalmannschaft. Vorgeschlagen werden die zu Ehrenden von den jeweiligen Kreisehrenamtsbeauftragten.
Simone Eberling hat sich besonders um den Frauenfußball verdient gemacht. Im Jahre 2005 gründete die gebürtige Untergimpernerin in ihrem Wohnort eine Kleinfeldmannschaft, die im ersten Jahr gleich die Staffelmeisterschaft holte. Zwei Jahre später wechselten die Fußballerinnen aufs Großfeld und mischten in der Landesliga gleich vorne mit. Nur knapp verpasste die SG Untergimpern den Aufstieg in die Verbandsliga, der in der Saison 2008/09 dann gelang. Und auch in der höheren Klasse haben sich die SGU-Damen schnell etabliert und rangieren derzeit auf Platz fünf. Schließlich hat Simone Eberling im vergangenen Jahr ein B-Mädchen-Team ins Leben gerufen. Mit großem Erfolg veranstaltete die SG Untergimpern im Juli 2009 ein Fußballcamp, das auch in diesem Sommer wieder geplant ist.
Doch nicht nur außerhalb des Fußballplatzes ist Simone Eberling aktiv. Für die SGU schnürt sie selbst noch die Kickschuhe. Die heute 38-Jährige kann auf eine bewegte Fußball-Laufbahn zurückblicken, die in der E-Jugend der SG Untergimpern ihren Anfang nahm. Da kickte sie bei den Buben mit, ehe sie bei der SG Kirchardt einer reinen Mädchenmannschaft beitrat.
Ihr Talent blieb den Übungsleitern nicht verborgen. Mit 15 Jahren wurde sie für die 1. Damenmannschaft der SG Kirchardt, die in der Verbandsliga spielte, freigestellt. Zweimal - 1987 und 1990 - erreichte sie mit der SGK das badische Pokalfinale. Beide Male scheiterten die Kirchardter Fußballerinnen am SC Klinge-Seckach, der nächsten Station von Simone Eberling.
Zusammen mit ihrer älteren Schwester Stefanie Krieger (jetzt verheiratete Hausruckinger) ging sie 1990 zu dem traditionsreichen Verein im Neckar-Odenwald-Kreis, welcher der zweigleisigen Bundesliga angehörte. Im ersten jahr stieß die Mannschaft mit Simone Eberling im defensiven Mittelfeld ins Viertelfinale des DFB-Pokals vor. In der Elf stand auch Ulrike Ballweg, die heutige Co-Trainerin der Damen-Nationalmannschaft.
Ihre Ausbildung zur Industriekauffrau hatte für Simone Eberling dann Vorrang, so dass sie sich in die 2. Mannschaft versetzen ließ und 1992 zum Landesligisten SV Sinsheim wechselte. 1994 wurde der SVS Meister, verzichtete aber auf den Aufstieg in die Verbandsliga.
Simone Eberling trat danach kürzer und wirkte nur noch bei Grümpelturnieren mit, ehe sie 2005 wieder Blut leckte. Ende der Saison will sie sich ganz vom aktiven Fußball zurückziehen. Aber das letzte Wort ist da sicherlich noch nicht gesprochen.
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05.02.2010 Eine bewegte Fußball-Laufbahn
Simone Eberling mit dem Ehrenamtspreis des DFB ausgezeichnet - In Untergimpern Damenmannschaft gegründet
Aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom Freitag, 5. Februar 2010, von Harald Mutschler
Simone Eberling (links) schnürt noch für die Verbandsligamannschaft der SG Untergimpern die Kickschuhe.


