Neckarbischofsheim. Im letzten Jahr beim 100-jährigen Jubiläum des Turnvereins Neckarbischofsheim reichte die Zeit beim Ehrenabend nicht aus, um alle aktiven und passiven Mitglieder ehren zu können. Aus diesem Grund fand einen Tag vor dem diesjährigen Schwimmbadfest ein zweiter Ehrenabend statt, zu dem der größte Neckarbischofsheimer Verein ins festlich geschmückte Zelt im August-Schütz-Freibad eingeladen hatte. Vorsitzender Klaus Klinger begrüßte die zahlreich erschienene Turnerfamilie und richtete an die stellv. Bürgermeisterin Karin Bender und die Vertreter des Elsenz-Turngaus, den Vorsitzenden Markus Pfründer und den Ehrenvorsitzenden Siegbert Herbster einen besonderen Willkommensgruß.
In seiner Festrede ging Geschäftsführer Ulrich Sielmann der Frage nach: „Ist die Mitgliedschaft in einem Sportverein ein Überbleibsel aus der guten alten Zeit, oder hat sie auch heute noch ihre Berechtigung. Oder ist sogar der Besuch eines Sportstudios, der den „Einzelkämpfern an den Geräten“ viel Geld kostet zufrieden stellender und ist dies der Weg in die Zukunft?“ Hier gab es die klare Aussage, dass gerade im Zeitalter der Sportstudios und des Internets die Mitgliedschaft in einem Verein viele Vorteile bringt. „ In unserer schnelllebigen Zeit, die nur vom technischen Fortschritt und von enormen Leistungsdruck in Schule und Beruf bestimmt ist, bietet der Verein eine Ruhezone, die den nötigen Ausgleich bringt“, so Sielmann weiter.
Vor allem für Kinder gibt es besonders gute Gründe, einem Sportverein beizutreten, da sie neue Freunde kennen lernen und in der Gemeinschaft Gleichgesinnter Teamfähigkeit, Disziplin und soziale Kompetenz gestärkt werden.
Aber auch für die Senioren, deren Zahl in unserer Gesellschaft jährlich zunimmt, sind Sportvereine eine wichtige Einrichtung. „Jeder möchte sich fit halten, möchte etwas für die Figur tun oder sich auf das Sportabzeichen vorbereiten. Das macht gemeinsam unter Freunden im Verein mehr Spaß“.
Dass es die Leistungen des Turnvereins nicht zum „Nulltarif“ gibt wird daran deutlich, dass die Vereinsmitglieder neben der Beitragszahlung bereit sein müssen, ehrenamtlich mitzuwirken, sei es als Übungsleiter der verschiedenen Sportgruppen, als Helfer bei Festen und Veranstaltungen oder auch nur als Besucher.
„Ein Verein, bei dem das Angebot zeitgemäß ist, bei dem alle mit anfassen und für einander da sind, der hat Zukunft“. Und zu diesen Vereinen zählt Ulrich Sielmann auch den Turnverein Neckarbischofsheim, der nach dem großen Vereinsjubiläum zuversichtlich in das 2. Jahrhundert der Vereinsgeschichte gestartet ist. Dazu gratulierte auch die Bürgermeister-Stellvertreterin Karin Bender, die die Glückwünsche an die zu Ehrenden im Namen der Stadt Neckarbischofsheim und des Gemeinderats überbrachte. Sie dankte aber auch dem Turnverein für das Betreiben des vereinseigenen Schwimmbades und ließ nicht unerwähnt, dass der Stadt ohne das Freibad etwas fehlen würde.
Für ihre langjährige passive Mitgliedschaft (zwischen 20 und 39 Jahren) wurden mit der Vereinsnadel in Silber durch die beiden Vorsitzenden Klaus Klinger und Andrea Waschnig ausgezeichnet: Dirk Gabriel, Heinz Hautzinger jr., Markus Huber, Johannes Uhlig (mit 90 Jahren ältestes Mitglied), Martina Knopf, Holger Frei, Hans Schuhmacher, Dietmar Sauer, Reinhard Rupprecht, Michael Pfannenstiel, Emmy Heuberger, Hans-Dieter Hauck, Ingo Gabriel, Karin Beck, Klaus Roth, Lilo und Dieter Strein, Elke Thener-Huber, Markus und Rita Dries, Margot Flörke, Marliese Frei, Erika Mayer, Brigitte und Otmar Martin.
Für langjährige aktive Mitgliedschaft (zwischen 10 und 34 Jahren) erhielten die Vereinsehrennadel in Silber: Marina Heer, Andrea Bender, Christel Vogel, Elke Bender, Ingrid Zapf, Bettina Braun, Birgit Lukas, Ute Römmele, Heide Tragieser, Christiane Rohm, Ruth Schäfer, Karina Laber, Marion Prutky, Christa Grüneis, Nancy Völker, Gertrud Gabel, Antje Ender, André Jahr, Volker Lipke, Christian Zuck, Albrecht Kolb, Herbert Heuberger und Jürgen Waschnig.
Seit 30 und mehr Jahren sind Maria Rosenzopf, Waltraud Schütz, Leonie Sperr, Gerda Schnell und Christel Hodapp im Turnverein aktiv tätig und wurden mit der Vereinsehrennadel in Gold geehrt.
Der Vorsitzende des Elsenz-Turnergaus Markus Pfründer überbrachte die Grüße des Turngaus und hatte die ehrenvolle Aufgabe, Rosemarie Welker, Christina Meyer, Hans-Peter Jelinek, Silvia Mayer, Andrea Waschnig, Roland Schnell und Michael Betz mit der Gau-Ehrennadel in Silber zu dekorieren. Die höchste Auszeichnung des Abends blieb aber Günter Römmele vorbehalten, der für seine langjährige und verdienstvolle Tätigkeit im Turnverein und auf Turngauebene vom Turngauvorsitzenden die DTB-Ehrennadel erhielt.
Zum Schluss dankte Klaus Klinger allen Helfern des Abends und eröffnete das Büffet. Die Mitglieder des Festausschusses hatten ein festliches Büffet aufgebaut, das nicht nur ein Gaumen- sondern auch ein Augenschmaus war. Einen besonderen Dank erhielten auch die beiden Damen am Klavier, die den Abend musikalisch umrahmt hatten.


