Baden-Württemberg. Auf Importpflanzen hat der ursprünglich aus Asien und Japan stammende Buchsbaumzünsler den Weg zu uns gefunden. Vor fünf Jahren trat er erstmals im Landkreis Lörrach auf. Von dort trat er seinen Eroberungszug den Rhein entlang Richtung Norden an, mittlerweile hat er den gesamten deutschen Südwesten eingenommen. Und er hat sich auf seiner Route stark vermehrt .
Doch die eigentlichen Übeltäter sind nicht die Falter, sondern die glänzenden Raupen des Buchsbaumzünslers. Sie fressen an den Blättern und der grünen Rinde des Buchs und bringen so einzelne Pflanzen bis zum Absterben. Um eine weitere massenhafte Ausdehnung zu vermeiden, sind regelmäßige Befallskontrollen und wirksame Bekämpfungsmaßnahmen auf dem Balkon sowie im Haus- und Kleingarten unerlässlich.
Wie erkennt man die Raupe?
Anfangs spinnt er größere Blätter oder kleinere Zweige zusammen, später hält er sich zeitweilig in einem selbst gesponnenen Sack auf. In diesem Zustand versteckt sich die Raupe in Gespinsten, manchmal in Verbindung mit gelben Kotkrümeln. Wenige Tage nach der Verpuppung schlüpfen die Schmetterlinge. Die Flügel des ausgewachsenen Falters sind weiß mit einem schwarzen breiten Rand. Sie legen ihre Eier an der Pflanze ab, aus der dann die Raupen schlüpfen. In manchen Jahren fliegen die Falter in Gärten und auf Friedhöfen noch bis Anfang Dezember. Ein Schmetterling bringt bis zu vier Generationen hervor, in der Folge können an einer einzigen Buchspyramide an die 100 Raupen ihr Unwesen treiben.
Was tun bei Befall?
Findet der Hobbygärtner Raupen an seiner Pflanze, so sollte er diese zunächst absammeln. Ist der Befall sehr stark, so bieten sich die Produkte „Schädlingsfrei Neem“, „NeemAzal-T/S“, „Bayer Garten Schädlingsfrei Calypso“, „Spruzit Neu“ oder vergleichbare Präparate zur Bekämpfung an. Wichtig ist, den befallenen Buchs von innen nach außen zu spritzen. Dazu müssen die Zweige der Bäume vorsichtig auseinander gebogen werden, damit das Bekämpfungsmittel bis ins Innere der Pflanze vordringt . Entgegen der üblichen Empfehlungen für den Haus- und Kleingarten sollten die Gärtner auf gründliche Benetzung aller Pflanzenteile achten. In der Regel sind mindestens zwei bis drei Behandlungen im wöchentlichen Abstand erforderlich.
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