(Erste) Notizen 2021 aus dem Rathaus

Liebe Menschen in Neckarbischofsheim, Helmhof und Untergimpern!
2021 startete so, wie 2020 geendet hat: Wir leben weiter in einem Lockdown. Corona wird uns ganz offensichtlich noch Wochen und Monate beschäftigen.

Doch: „Lebbe geht weiter“, wie der Fußballtrainer Dragoslav Stepanovic mal sagte. Lebbe muss sogar weitergehen, und so sehen wir trotz aller Ungewissheit über die Finanzen wichtigen Aufgaben mit Freude entgegen. Schon im Wahlkampf habe ich oft betont, wie wichtig mir ein ökologischer Umbau unserer Gemeinde ist. Mancher denkt vielleicht, das sei ein Luxusproblem, ich sehe das jedoch anders. Wir sind, was unseren ökologischen Fußabdruck angeht, nämlich sehr schlecht und hinterlassen unseren Kindern und Kindeskindern Stand heute eine gewaltige Hypothek. Ich würde Ihnen gerne mal zwei Zahlen nennen, die ich über Weihnachten nicht aus dem Kopf gebracht habe: Wir haben für unsere Schulen aufgrund der mehrheitlich extrem veralteten Lichtquellen monatliche Stromkosten von deutlich über 8000 Euro, und in den Monaten November und Dezember jagten rund 20.000 Liter Heizöl durch die Anlage des ASG – obwohl doch eigentlich die Hackschnitzelanlage das Gros der Heizenergie erzeugen sollte. Corona hat die Umweltthemen leider völlig zugedeckt, doch weg sind die Probleme damit nicht. Und während uns die Energiekosten mit jedem weiteren Monat auffressen, tickt die Umweltuhr. Es ist fünf vor zwölf, und andere Themen müssen da für meinen Geschmack in den Hintergrund rücken. Ins Rampenlicht wird in diesem Jahr der Kindergarten in Neckarbischofsheim treten, auch das Helmhöfer Pendant dürfen wir nicht vergessen. Und die Verkehrssituation schreit geradezu nach Maßnahmen. Kürzlich haben wir Daten entlang der Hauptstraße erhoben. Topspeed bei einer Messung kurz hinter dem Ortschild waren 108 km/h (!!!), die Durchschnittsgeschwindigkeit über die Woche hinweg lag bei knapp unter 70 km/h. Man fragt sich, warum manche Mitmenschen ihr Gehirn nur herumtragen, statt es mal einzusetzen. Blitzer sind nicht die Lösung, denn die wird das Landratsamt uns nicht bewilligen – wir müssen intelligent und kreativ handeln.

2021 wird auch ein Jahr der Entscheidung für uns als Gemeinschaft. Aktuell bestimmen vor allem zwei starke Pole die Schlagzeilen: Einerseits die unbelehrbaren Corona-Leugner, selbsternannte Querdenker und Systemkritiker, andererseits die Angsttreiber, die am liebsten alles verbieten und das gesamte Leben lahmlegen würden. Beide Fraktionen schreien besonders laut, die Stimmen des gesunden Menschenverstandes werden kaum noch gehört. Ich messe den Erfolg meiner Arbeit auch daran, dass wir alle besser, sprich: wertschätzender und respektvoller, miteinander umgehen. Dazu braucht es den Willen zum Austausch, eine gewisse Gelassenheit und die Bereitschaft, andere Standpunkte zuzulassen. Ein erster Schritt ist, dass wir uns zumindest virtuell treffen: Am 24. Januar treffen wir uns zu einem Bürgergespräch bei Facebook live (über die Seite unserer Stadt) und bei youtube. Ihre Fragen erreichen mich bereits seit einigen Tagen, ich freue mich über weitere per E-Mail: buergermeister@neckarbischofsheim.de. 

Bleiben Sie entspannt und energiegeladen.

Ihr Thomas Seidelmann
Der Bürgermeister

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