Notizen aus dem Rathaus

Liebes Team Neckarbischofsheim,
in dieser Woche möchte ich mit Ihnen über das Thema Nachhaltigkeit reden.

Als ich diese Zeilen schreibe, habe ich gerade das erste Bürgergespräch dieser Woche hinter mir, gestern Abend in Untergimpern. Ein sehr interessanter Austausch, der auf jeden Fall eine Fortsetzung finden muss. Dabei ging es auch um das Thema Grasschnitt. Sehr oft werde ich mittlerweile darauf angesprochen, warum unser Bauhof nicht mehr alle Grasstreifen sofort komplett abmäht, sondern nur den Rand. Die Antwort ist einfach: weil das gut ist für die Pflanzen- und die Tierwelt. Ja, vielleicht sieht das für manchen nicht so ordentlich, nicht so gepflegt aus, wie wir das aus der Vergangenheit kennen, doch wir müssen der Tatsache ins Auge blicken, dass wir mit unserer Art der Flächenbearbeitung sehr zum Artenstreben beitragen. Biodiversität stärken, das ist das, was wir alle tun müssen, zum eigenen Schutz. Das Mähen der Wiesen findet also nicht mehr so regelmäßig statt, dadurch können sich Pflanzen wieder breitmachen, die für die Tierwelt so wichtig sind.

Und auch die Art der Bodenbearbeitung wird sich mehr und mehr ändern. Das Mulchen, gerne genommen, weil es einfach, schnell und günstig ist, muss die Ausnahme sein, nicht mehr die Regel. Mulchen, das haben wir es letzte Woche bei einem Workshop mit dem Landschaftserhaltungsverband erfahren, ist für die Pflanzen- und Tiervielfalt die schlechteste Art der Bodenbearbeitung. Die Umstellung auf eine ökologisch sinnvolle Bewirtschaftung der kommunalen Flächen bedeutet Zusatzaufwand für unseren Bauhof, doch wir halten es für eine gute Investition. Wir müssen hier auch Vorbild sein.

Ein letzter Punkt: der Krebsbach. Immer wieder werde ich gefragt, warum das Gras am Bach nicht gemäht wird. Tatsache ist: Unser Bauhof mäht das Gras ab und entfernt es, doch wir tun das erst, wenn die Enten ihre Brut großgezogen haben. Das Gras bietet Schutz vor Fressfeinden. Die Enten brauchen diese Unterstützung, denn sie haben es schon schwer genug, unter anderem wegen der Ausbreitung der Nilgans.

Bleiben Sie zuversichtlich, gut gekühlt und freundlich mit der Natur.

Ihr Thomas Seidelmann
Der Bürgermeister

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