Asiatische Hornisse - Erkennen, Melden, Schützen
Die Universität Hohenheim informiert über die Asiatische Hornisse, eine invasive gebietsfremde Art, die eine ernsthafte Gefahr für die Biodiversität sowie für Imkerei und Landwirtschaft darstellt. Besonders in der Nähe ihrer Nester besteht eine erhöhte Stichgefahr, da die Tiere dort aggressiv reagieren können. Die Hornisse ist an ihrer schwarzen Grundfärbung, den gelben Beinenden und dem orangefarbenen Hinterleib zu erkennen und erreicht eine Größe von etwa 1,7 bis 2,4 Zentimetern, wobei die Königin größer sein kann.
Im Verlauf des Jahres baut die Asiatische Hornisse verschiedene Nesttypen: Im Frühjahr entsteht zunächst ein kleines Embryonalnest, das nur von der Königin bewohnt wird. Ab Mai entwickelt sich daraus ein Primärnest mit Arbeiterinnen, und später im Jahr folgen größere Sekundärnester, die bis zu mehrere tausend Tiere beherbergen können und häufig frei in Bäumen oder an Gebäuden hängen.
Bei einer Sichtung wird empfohlen, Abstand zu halten, Ruhe zu bewahren und das Nest nicht zu stören. Stattdessen soll man ein Foto machen, den Standort dokumentieren und die Beobachtung melden, um weitere Anweisungen zu erhalten. Wichtig ist außerdem, dass Nester keinesfalls eigenständig entfernt werden dürfen, da dies ausschließlich von Fachpersonal durchgeführt werden soll. Zudem wird darauf hingewiesen, die Asiatische Hornisse nicht mit der geschützten Europäischen Hornisse zu verwechseln.
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