Notizen aus dem Rathaus KW 14/2026
Liebes Team Neckarbischofsheim!
Ostern ist eine besondere Zeit. Nicht nur, weil irgendwo im Garten mit erstaunlicher Hartnäckigkeit bunte Eier versteckt werden – die mit mindestens ebenso viel Ehrgeiz wiedergefunden werden – sondern weil dieses Fest uns jedes Jahr aufs Neue daran erinnert, was wirklich zählt.
Es ist die Zeit des Aufbruchs und damit unweigerlich verbunden, der Hoffnung auf eine gute Zukunft. Die Natur macht es uns vor: Nach grauen Tagen kommt Farbe, nach Kälte wieder Wärme. Und manchmal braucht es gar kein großes Wunder, sondern einfach nur den Mut, wieder an das Gute zu glauben – aneinander, an unsere Gemeinschaft und daran, dass uns mehr verbindet als trennt.
Auch hier in Neckarbischofsheim spüren wir, wie wertvoll dieses Miteinander ist. Es zeigt sich in den kleinen Gesten: im freundlichen Gruß auf der Straße, im kurzen Gespräch beim Einkaufen oder in der Bereitschaft, füreinander da zu sein – so wie etwa unsere Helfer vor Ort, die auch über Ostern wieder ehrenamtlich unterwegs sein werden, um die Not von Menschen abzuwenden. Oft sind es genau diese unscheinbaren Momente, die unser Zusammenleben tragen.
Und vielleicht ist Ostern auch eine leise Erinnerung daran, was wir einander wirklich schenken können. Nicht das größte Osternest, nicht die meisten Schokoladeneier – sondern etwas viel Kostbareres: unsere Zeit. Ein Besuch bei Familie oder Freunden, ein offenes Ohr, ein gemeinsamer Spaziergang – das sind die Dinge, die bleiben.
Denn Hand aufs Herz: Ein Schokoladenhase ist schnell vernascht. Aber gemeinsam verbrachte Zeit? Die wirkt oft länger nach als jede Süßigkeit. Probieren Sie es aus.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein frohes und hoffnungsvolles Osterfest. Möge es Ihnen nicht nur sonnige Stunden bringen, sondern auch viele kleine Begegnungen, die guttun und in Erinnerung bleiben.
Ganz ohne Alltag möchte ich Sie jedoch nicht in die Osterzeit entlassen: Am vergangenen Sonntag war ich bei der Jahreshauptversammlung des Bezirksimkervereins Neckarbischofsheim und habe ein Thema mitgenommen, das uns alle beschäftigen muss: die massive Ausbreitung der Asiatischen Hornisse. Dieses Tier hat sich aus subtropischen Gebieten Asiens mit dem globalen Handel bis nach Europa verbreitet. Und nun breitet es sich rasant aus. Das Insekt ist eine große Gefahr für Bienenvölker, für den Menschen wird die Asiatische Biene vor allem in der Nestbauzeit eine Bedrohung. Sie greift dann sehr aggressiv und oft in großer Zahl an; auch kann ihr Gift bei empfindlichen Personen zu einem anaphylaktischen Schock führen, und bei einer Vielzahl von Stichen (ab ca. 10) können toxische Reaktionen auftreten. Wichtig ist mir, dass Sie sensibilisiert werden. Wenn Sie eine Asiatische Hornisse sehen, dann melden Sie das bitte im Rathaus, wir leiten die Info an den Bezirksimkerverein rund um Dr. Martin Berner weiter. Oder verwenden Sie gleich den QR-Code zum Ministerium, dort können Sie die Sichtung direkt via Mobiltelefon melden. Asiatische und heimische Hornisse sind relativ gut zu unterscheiden, wir werden Bilder beider Hornissenarten in den nächsten Wochen an verschiedenen Stellen veröffentlichen. Aktuell ist sowieso nur die Asiatische Hornisse unterwegs, denn sie verträgt, anders als ihre deutsche Kollegin, hohe Minusgrade.
Genießen Sie ein wundervolles Osterfest und bleiben Sie geschmeidig und sportlich.
Ihr
Thomas Seidelmann
Bürgermeister