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Notizen aus dem Rathaus KW18/2026

Liebes Team Neckarbischofsheim,

seit dem 1. April leitet Polizeihauptkommissar Schuster (im Bild links) den Polizeiposten Waibstadt. Vor wenigen Tagen stattete der zuvor in Heidelberg tätige Obrigheimer gemeinsam mit Urgestein Jürgen Markl (rechts) dem Rathaus seinen Antrittsbesuch ab. In intensiven Gesprächen über die wachsenden Herausforderungen der Polizeiarbeit sowie die zunehmende Ausdünnung ländlicher Polizeistrukturen wurde schnell deutlich, dass die Zusammenarbeit auch auf persönlicher Ebene hervorragend funktioniert. Das stimmt zuversichtlich, dass die Kooperation zwischen Rathaus und Polizeiposten Waibstadt weiterhin erfolgreich fortgeführt wird. Wie wichtig dies ist, zeigen unter anderem zwei Einbrüche in das Adolf-Schmitthenner-Gymnasium innerhalb der vergangenen Woche – ein Hinweis darauf, dass auch der ländliche Raum mit Kriminalität konfrontiert ist.

Der Auftakt in den Mai in Helmhof und Neckarbischofsheim steht erneut ganz im Zeichen gelungener Zusammenarbeit – sogar über Ortsgrenzen hinweg. Wie bereits im vergangenen Jahr kooperieren der Männergesangverein Helmhof und die Kasino-Gesellschaft am 1. Mai. Ab 10.30 Uhr bewirtet der MGV Wanderer und Radfahrer im Gemeinschaftshaus. Gut gestärkt können die Besucherinnen und Besucher anschließend den Weg – ob mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit der Krebsbachtalbahn – in den Schlosspark nach Neckarbischofsheim zurücklegen. Dort sorgt die Kasino-Gesellschaft ab 14 Uhr mit Musik und kulinarischem Angebot für beste Stimmung.

Eine ebenso positive Atmosphäre herrschte am vergangenen Samstag beim Bürgerworkshop im Helmhöfer Gemeinschaftshaus. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um gemeinsam Projekte zu entwickeln, die bis Ende Mai in ein Konzept einfließen sollen. Mit diesem möchten wir uns beim Land als Modellgemeinde für das „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum“ bewerben. Ich bin sehr dankbar für das große Engagement und die Bereitschaft vieler Beteiligter, aktiv an der Zukunft ihres Ortsteils mitzuwirken. Mein besonderer Dank gilt auch allen, die sich für eine stärkere Vernetzung von Helmhof, Untergimpern und Neckarbischofsheim ausgesprochen haben.

Weniger Gewicht scheint hingegen die Stimme des Rhein-Neckar-Kreises auf Bundesebene zu haben. Zahlreiche Städte und Gemeinden aus dem bevölkerungsreichsten Landkreis Baden-Württembergs – darunter auch wir mit vier Projekten – hatten sich Mitte Januar für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) beworben und dafür erheblichen Aufwand betrieben. Am Ende blieb unser Kreis nahezu unberücksichtigt. Dies lag offenbar nicht allein an der starken Überzeichnung des Programms, bei dem einer Fördersumme von 330 Millionen Euro Projektanträge im Gesamtwert von rund 7,5 Milliarden Euro gegenüberstanden (die Not der Kommunen ist also groß!). Wie mir ein Kollege aus Südbaden berichtete, sei im Ministerium hinter vorgehaltener Hand von einem „Abgeordnetenprogramm“ die Rede gewesen. Was bedeutet das? Leider nichts Gutes. Es steht im Raum, dass nicht primär die Qualität der Anträge oder die Dringlichkeit der Vorhaben entscheiden könnten, sondern vielmehr der Einfluss mächtiger Abgeordneter, die Gelder in ihren Wahlkreis bringen wollen. Das mag vielleicht Politik ausmachen, doch es wäre äußerst bedenklich und würde das ohnehin wachsende Misstrauen gegenüber den Volksvertretungen weiter verstärken. Wir wollen Aufklärung: Seitens des Rathauses wurden daher bereits Schreiben mit entsprechenden Fragen an unsere beiden Bundestagsabgeordneten Lars Castellucci und Achim Köhler sowie an das zuständige Ministerium gerichtet.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Mai-Wochenende.

Bleiben Sie sportlich und geschmeidig.

Ihr
Thomas Seidelmann
Bürgermeister

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